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Stillen sie ihr Baby bereits oder möchten direkt nach der Geburt beginnen? Falls ja, dann fragen sich sich bestimmt auch, wie häufig sie ihr Baby stillen sollten … müssen … dürfen … können. Diese Frage lässt sich nicht auf die Minute genau beantworten, denn jedes Baby ist anders und daher ist auch jede Stillphase ganz individuell auf das Neugeborene abgestimmt.

Allerdings gibt es eine Faustregel, an die sie sich halten können: Stillen nach Bedarf „Stillen nach Bedarf“ ist unter Stillmamas schon eine Art Leitspruch, der besagt, dass Babys nur so viel trinken, wie sie brauchen. Egal ob das drei Mal am Tag ist, fünf Mal oder gar 15 Mal. Es ist ihr Baby und es bestimmt am besten, wie viel Nahrung es zu sich nehmen möchte, oder wie viel Muttermilch es benötigt. Außerdem kommt dazu, dass je nach Stilldauer und Stärke des Muttermilch-Flusses auch unterschiedlich viel Milch beim Baby ankommt. Daher lässt sich auf die Frage „Wie oft stillen“ einfach keine passende Antwort geben.

Zu viel stillen

Stillen und die HäufigkeitWenn sie sich Gedanken darum machen, ob sie ihr Baby möglicherweise zu häufig stillen, dann kann ich sie beruhigen. Selbst wenn ihr Liebling schon ein paar Pölsterchen angelegt hat: Dieses Fett verschwindet von ganz alleine, sobald sich ihr Baby auf die weite Reise macht und anfängt zu krabbeln und zu laufen. Wenn sie nur phasenweise das Gefühl haben, dass ihr Baby übermäßig häufig gestillt werden möchte, dann seien sie auch hier unbesorgt. Möglicherweise könnte es sich um einen Wachstumsschub handeln, der in regelmäßigen Abständen (etwa alle drei bis vier Wochen) eintritt. Wachsen ist natürlich keine leichte Angelegenheit und daher braucht ihr Kind auch alles an Kraft, was es bekommen kann. Diese Kraft erhält ihr Baby vor allem dadurch, indem es trinkt und wichtige Nährstoffe zu sich nimmt. Geben sie ihrem Baby, was es braucht und stillen sie es öfter, wenn der entsprechende Bedarf besteht. Wenn sie die ersten Tage während eines Wachstumsschubs das Gefühl haben, dass die Milchmenge nicht ausreichen könnte, bleiben sie ruhig und haben sie Geduld. Sie müssen nicht zufüttern, denn umso kräftiger ihr Baby nun saugt, umso stärker ist auch das Signal für ihren Körper, dass mehr Milch benötigt wird. Auf diese Weise reguliert das Baby seine gewünschte Menge an Muttermilch.

Ohne Unterbrechung stillen

Ruhe und Entspannung mit einem StillkissenFalls sie schon länger stillen, dann kennen sie vielleicht die Situation, in der sie das Gefühl nicht loswerden, dass sie nahezu den gesamten Tag lang stillen. Oftmals kommt einem das Stillen unendlich lange vor, da das Baby währenddessen eine kleine Mittagsruhe einlegt und sich auch sonst von dem sehr anstrengenden Kraftakt erholt. Besonders in den ersten Tagen nach der Geburt kommt es häufig dazu, dass ihr Baby beim Stillen schlichtweg einschläft. Doch selbst wenn es nur wenige Minuten an der Brust getrunken hat und danach erschöpft in den Schlaf sinkt, machen sie sich keine Gedanken. Ihr Knirps wird sich garantiert melden, wenn er oder sie wieder Hunger verspürt. Versuchen sie auf keinen Fall ihr Baby aufzuwecken (auch nicht mit sanftem Streicheln), wenn es nach dem Trinken erstmal eingeschlafen ist. Es braucht diese Ruhe und der Körper nimmt sich bekanntlich das, was er benötigt. Also gönnen sie ihrem Schützling den Schlaf und geben sie ihm die Zeit, die er benötigt, um wieder zu Kräften zu kommen.

Übrigens: Generell verdauen Babys Muttermilch zügiger als Flaschennahrung. Daher ist es ganz normal, wenn ein Stillkind häufiger trinken möchte als ein Baby, welches Industrienahrung erhält. Bei Stillkindern sind es oftmals schon alle zwei bis drei Stunden, manch mal weniger, manchmal mehr, ehe sich das Baby mit seinem Hunger zurückmeldet. Während Wachstumsschüben kann es außerdem passieren, dass kaum eine Stunde vergeht, ehe ihr Baby nach weiterer Milch schreit. Der erste Wachstumsschub geht in der Regel schon nach sieben bis zehn Tagen los.

Zu wenig stillen

Eigentlich ist „zu wenig stillen“ gar kein Thema für eine Stillmama. Wenn ihr Baby Hunger hat, wird es nach Milch verlangen. Das zeigt sich in der Regel in Form von schreiben, weinen oder quengeln. Und ganz ehrlich – wer würde da nicht freiwillig mit dem Stillen beginnen, um dem Kind alle Wünsche zu erfüllen. Daher tritt die Situation, dass sie zu wenig stillen könnten, eigentlich gar nicht auf. Machen sie sich also keine Sorgen, wenn ihr Baby nicht auf sechs bis zwölf Stillmahlzeiten am Tag kommt. Wenn es Hunger hat, wird es sich melden!