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Frischgebackene Mamas stellen sich häufig nicht nur die Frage, wie oft sie überhaupt stillen sollten bzw. wie viel Milch ihr Baby benötigt, sondern auch, wie lange solch eine Stillphase in der Regel dauert. Reichen zehn Minuten aus, oder sollten es 30 Minuten sein? Was ist, wenn das eigene Baby viel lieber eine Stunde lang trinken möchte? Ich gebe ihnen die passenden Antworten auf diese Fragen.

Die beste Stilldauer

Wie sich vermutlich denken können, gibt es leider keine beste Stilldauer. Jedes Kind ist anders und jedes Kind benötigt daher auch eine ganz individuelle Stilldauer. Der eine Knirps kommt mit sieben Mahlzeiten á 20 Minuten aus (außerhalb eines Wachstumsschubs). Der nächste möchte zwölf mal je 40 Minuten angelegt werden. Dann gibt es auch Babys, die mit dem absoluten Minimum an Muttermilch zurechtkommen und sich trotzdem pudelwohl fühlen und wohlauf sind. All das ist vollkommen normal! Es gibt absolut kein Geheimrezept, was die beste Stilldauer angeht. Ihr Baby bestimmt, wie viel und wie häufig es Muttermilch benötigt, um sich den neuen Herausforderungen im Leben zu stellen und das Leben zu erkunden.

Schonen sie ihre Brustwarzen

Schonen sie ihre Brustwarzen beim StillenDas Saugen an der Brust ist für einen Neugeborenen durchaus eine ziemlich schwierige Angelegenheit. Oftmals kommt es vor, dass der kleine Schützling nach nur wenigen Minuten erschöpft einschläft. Für sie ist das gar keine allzu schlechte Sache, denn nicht nur ihr Baby kann Pausen gut gebrauchen, sondern auch ihre Brustwarzen. Ein Baby zu stillen bedeutet nicht nur eine neue Situation im Leben, sondern auch körperlich eine ganz neue Erfahrung. Ihre Brustwarzen kennen das Gefühl nicht, auf diese Weise strapaziert zu werden. Daher gönnen sie nicht nur ihrem Baby entsprechende Pausen, sondern legen auch sie selbst ein paar Ruhephasen ein. Um dies zu bewerkstelligen, legen sie ihr Baby in den ersten Tagen nach der Geburt am besten nicht zu lange an (über 10 Minuten), stattdessen viel lieber häufiger und kürzer (unter 10 Minuten). Nach etwa einer Woche haben sich ihre Brustwarzen in der Regel an die neue Belastung gewöhnt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Stilldauer ein wenig zu erhöhen. Empfehlenswert sind etwa 20 Minuten auf jeder Seite. Allerdings ist dies nur ein sehr grober Richtwert und keinesfalls für jedes Baby und jede Situation gedacht. Wenn ihr Baby weniger Milch benötigt, wird es weniger trinken. Braucht es dagegen mehr Nahrung, so verlangt es auch häufiger nach Muttermilch.

Baby satt, aber noch zu viel Milch

Baby mit Muttermilch stillenGerade in den ersten Tagen, wenn der Milchfluss gut läuft und das Baby eine kräftige Mahlzeit nach der nächsten zu sich kommt, kann es sein, dass die Menge an Muttermilch noch nicht optimal an ihr Baby angepasst ist. Möglicherweise haben sie zu viel Milch oder gar zu wenig Milch. Lassen sich sich hiervon allerdings keinesfalls beunruhigen. Im Endeffekt ist es sehr einfach: Sie legen ihr Baby an die Brust und es saugt genau so viel, bis es satt ist. Der Brust wird somit signalisiert, wie viel Muttermilch benötigt wird. Nach wenigen reguliert sich der Bedarf daher ganz automatisch, wenn sie nicht in dieses System eingreifen.

Eingreifen wäre in diesem Fall beispielsweise das manuelle Abpumpen von zusätzlicher Milch. Auf diese Weise „denkt“ ihr Körper, dass die abgepumpte Milch weiterhin benötigt wird und produziert sie auch in Zukunft. Helfen sie dagegen mit Flaschenmilch nach, weil sie denken, dass ihr Baby nicht genügend Milch bekommt, dann saugt ihr Kind auch weniger, weil es bereits gesättigt ist oder nicht ganz so viel Hunger hat. Auf diese Weise werden dem Körper ebenfalls falsche Signale gegebenen und auch in Zukunft nicht ausreichend Muttermilch produziert. Wie sie sehen: Nur komplett ohne manuelles eingreifen kann sich die Menge der Muttermilch von alleine regulieren. Vertrauen sie auf ihren Körper und auf ihr Baby – sie sind ein eingespieltes Team, schon ab dem ersten Tag.