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Sie wollen ihr Baby nach der Geburt stillen oder sind bereits jetzt dabei, ihrem Schützling wertvolle Muttermilch zu bieten? Falls ja, dann haben sie sich vielleicht auch schon mal Gedanken darum gemacht, was sie eigentlich alles trinken und essen dürfen und wovon sie eventuell lieber ablassen sollten. In dieser Übersicht finden sie die häufigsten Fragen zur Ernährung in der Stillzeit.

Ausgewogene Ernährung

Ernährung mit Obst und Gemüse in der StillzeitDer Schlüssel zur Ernährung liegt bei stillenden Müttern in dem Wort: ausgewogen. Die La Leche Liga erklärt, dass es vollkommen ausreichend ist, wenn eine Frau genau das isst, was sie sonst auch essen würde … nur vielleicht ein bisschen mehr davon. Auf diese Weise ist die Ernährung ausgewogen und enthält alle Nährstoffe, die auch vom Neugeborenen benötigt wird. Allerdings gilt dieser Rat natürlich nur dann, wenn sie auch sonst schon eher ausgewogen essen. Das bedeutet:

  • jede Menge Obst und Gemüse
  • genügend Kartoffeln und Getreide-Produkte
  • Fleisch und Milchprodukte in Maßen
  • nur wenig Süßigkeiten und Fett

Falls sie auch schon den Rat bekommen haben, dass sie doch nun für zwei Personen essen müssen. Nein, müssen sie nicht. 😉 Zwar ist es korrekt, dass sie in etwa 400 bis 600 Kalorien mehr zu sich nehmen sollten, aber das entspricht wohl kaum der Portion für eine zweite Person. Allerdings müssen sie es hiermit auch nicht allzu genau nehmen, denn ihr Kalorienverbrauch ist während der Stillzeit nicht so hoch wie vor der Geburt, daher werden auch weniger Kalorien verbrannt.

Zusätzliche Nährstoffe einnehmen?

Geht es um Eisen, Zink und Co., so müssen sie bei einer ausgewogenen Ernährung keinesfalls weitere Präparate einnehmen. Anders sieht es jedoch aus, wenn ihr Arzt ihnen konkret etwas Entsprechendes verschrieben bzw. geraten hat. Sollte im Blut beispielsweise ein Eisen-Mangel erkennbar sein, dann ist es ratsam, zusätzliches Eisen in Form von Kapseln einzunehmen. Generell ist in der Muttermilch jedoch alles enthalten, was ihr Baby benötigt. Angefangen von der passenden Menge Eiweiß über Laktose, aber auch Immunstoffe und mehr. Da Kalzium, Eisen, Zink und Kupfer ebenfalls durch die Muttermilch an ihr Baby weitergegeben werden, ist es für sie ausreichend, sich bewusst und ausgewogen während der Stillzeit zu ernähren.

Finger weg von diesen Lebensmitteln

Dass es in der Stillzeit allerdings einige Dinge gibt, die sie lieber nicht zu sich nehmen sollten, wissen sie bestimmt. Hier jedoch noch mal eine Auflistung zur Übersicht:

  • Koffein
  • Alkohol
  • Giftstoffe in Form von Zigaretten

Im Bereich der eher kritischen Dinge war es das dann auch schon. Bei den weiteren Lebensmitteln, Getränken und Co. scheiden sich bekanntlich die Geister. Ich persönlich bin der Meinung, dass man als stillende Mutter wirklich komplett auf Alkohol, Koffein-Getränke (Kaffee, Cola, schwarzer Tee etc.), Zigaretten und weitere Giftstoffe verzichten sollte. Das bleibt jedoch in jedem Fall ihnen überlassen, ob sie dennoch weiterhin rauchen oder beispielsweise den morgendlichen Kaffee nicht missen möchten. Auch ich liebe Kaffee, Cola und mehr, doch mit der Gewissheit, dass all diese Dinge in die Muttermilch ans Baby übergehen, sieht die Sache dann schon etwas anders aus.

Allergien, Koliken und Co.

Zwiebeln und Ernährung während dem StillenEs gibt einige Lebensmittel, die sie zwar problemlos zu sich nehmen können während sie ihr Baby stillen, allerdings könnte es sein, dass ihr Baby diese Lebensmittel einfach nicht verträgt. Achten sie daher gut darauf, was sie während der Stillzeit essen und dokumentieren sie genau, was sie zu sich genommen haben, wenn ihr Baby entweder eine entsprechende Hautreaktion aufweist nach dem Stillen (Ausschlag beispielsweise), oder aber besonders unruhig ist oder viel weint. Auch ein veränderter Stuhlgang, eine veränderte Atmung und weiteres können auf eine mögliche Allergie beim Baby hinweisen. Klären sie dies am besten mit ihrem Arzt, einer Stillberaterin oder Hebamme. Zeigt ihr Baby dagegen bei scharfen Lebensmittel, oder bei Curry-Gerichten und Co. keinerlei Reaktionen, dann ist alles super. Guten Appetit! Generell kommt es bei Brokkoli, Zwiebeln, Rosenkohl bzw. Kohl generell häufig zu Koliken bei den kleinen Schützlingen. Im Endeffekt werden sie es jedoch nur herausfinden, was ihr Baby wirklich gut verträgt, wenn sie die entsprechenden Lebensmittel Stück für Stück ausprobieren.